Herzfood | In 6 Schritten zum Ziel
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In 6 Schritten zum Ziel

Wie du deine Ziele wirksam werden lässt

Wir alle haben Ziele. Und wir alle wollen sie erreichen.

Die Beförderung im Job, die Prüfung bestehen, die Welt verbessern, mehr Gewichte heben, abnehmen, ein Haus kaufen, endlich den langersehnten Urlaub machen, den Marathon in unter 4h laufen und so weiter…

Doch manchmal ist die Umsetzung nicht so leicht. Woran liegt das? Und was kannst du tun, damit du deine Ziele zukünftig leichter erreichst? Ich zeige dir heute 6 Schritte, mit denen du die Wahrscheinlichkeit, das Ziel sicher zu erreichen, deutlich erhöhen kannst. 

Es scheitert gar nicht unbedingt an der Umsetzung, sondern oft schon an der Definition des Zieles. Weißt du überhaupt, was genau dein Ziel ist? Und was du tun musst, um es zu erreichen?

Wenn du meinen Artikel über das Thema Selbstbetrug gelesen hast, weißt du bereits, dass es psychologisch cleverer ist, sich in kleinen Steps der großen Vision zu nähern.

Wir müssen uns also erstmal überlegen, was unsere große Vision ist. Was ist das, was uns antreibt, jeden Morgen aufzustehen? Für den Einen ist das eine Familie zu gründen, ein Haus zu kaufen und Sicherheit im Job. Den Anderen treibt der Wunsch, die Welt zu verbessern, unabhängig und frei zu leben an. Und der Nächste will eine steile berufliche oder sportliche Karriere hinlegen.

Es ist nun deine Aufgabe herauszufinden, was deine Vision ist.
Aber keine Panik, du musst nicht dein ganzes Leben planen. Deine Vision kann sich auch nur auf einen kleinen Bereich deines Lebens beschränken. Wenn dein Ziel ist, endlich 3kg abzunehmen und sonst nichts, dann ist das völlig ausreichend. Egal wie groß oder klein deine Vision ist, egal wie viel Ziele du erreichen willst, mit den 6 Schritten, die wir heute zusammen lernen, wirst du ganz bestimmt mehr Erfolg haben!

Wenn wir also wissen, was unser Ziel ist, dann schreiben wir es auf. Es klingt vielleicht banal. Warum sollte ich „ich will 3kg abnehmen“ oder „ich will die Welt verbessern“ aufschreiben? Ich weiß doch auch so, dass ich das will?! Was soll das ändern, wenn es auf irgendeinem Blatt aufgeschrieben steht? Soll das der ganze Zauber sein und plötzlich erreiche ich alle meine Ziele? Nein, ABER…

Die Macht des geschriebenen Wortes

Kennt man, oder? Es ist tatsächlich so, dass Dinge, die wir aufschreiben mehr Wirkung haben, als Dinge, die wir nur denken.

Unser Gehirn ist pausenlos mit Denken beschäftigt. Nachts durch lauter wilde Träume, gehts morgens los mit ‚welche Socken ziehe ich heute an?‘, ‚wie war das nochmal mit dem Termin heute Mittag?‘ ‚Oh, ich muss auf Klo‘, ‚ach und Kaffee aufsetzen nicht vergessen‘, ‚Zahnpasta leer, unbedingt beim nächsten Einkauf mitbringen‘, ‚wo hab ich die Socken denn jetzt hingelegt?‘, ‚ach ne Wäsche müsste ich auch noch anstellen‘, ‚uuuund schnell die Katze füttern‘, ‚puhh waren das komische Träume heute Nacht‘, ‚hab ich auch alles für die Arbeit?‘ ‚Tanken nicht vergessen!‘, ‚wo ist meine Brille?‘, ‚irgendwie habe ich mich verlegen, mein Nacken tut weh‘, ’stimmt zum Yoga muss ich heute Abend auch noch‘ – unglaublich viele Gedanken in nur wenigen Sekunden. Und das den ganzen Tag lang. Immer.

Kein Wunder also, dass es da manchmal gar nicht so leicht ist, sich zu fokussieren.

Seit Anfang des Jahres habe ich einen Terminkalender. Den Ersten in meinem Leben! Dachte immer, ich brauch sowas nicht. Was soll ich denn da reinschreiben? Erstaunlicherweise füllt er sich ziemlich fix. Außerdem bin ich Fan von To Do Listen, bzw. von „next tasks“ Listen.

Selbstorganisation ist das Schlüsselwort. Dinge aufschreiben hilft enorm, sich besser fokussieren, konzentrieren und entspannen zu können. Zum Thema kann ich dir dieses* Buch von David Allen ans Herz legen.

Seit Anfang Juni schreibe ich ein Finanztagebuch. Ich schreibe einfach nur alle Ausgaben und alle Einnahmen auf, mehr nicht. Jeden Tag und wirklich jeden Cent. Auf die Idee hat mich die tolle DariaDaria mit diesem Video gebracht. Ich fand die Idee spannend und habs einfach mal ausprobiert. Und ob du’s glaubst oder nicht, ich spare seitdem jeden Monat mehrere hunderte Euro – im Vergleich zum vorigen Monat. Und das obwohl ich nichts bewusst verändert habe. Ich weiß, das klingt verrückt. Ist aber wirklich so.

Natürlich gibt es auch Studien zu dieser Thematik. Ich habe hier zwei (englische) Artikel für dich, wenn du mehr darüber erfahren möchtest. Nummer 1 und Nummer 2. Es wurde festgestellt, dass Studenten, die vor ihrem Abschluss ihre Lebensziele aufschrieben, diese eher erreichten, als die Absolventen, die nichts notierten – und visualisierten.

Und da sind wir direkt beim nächsten wichtigen Punkt.

Ziele visualisieren

Im Artikel zum Thema Selbstbetrug haben Psychologin Eva Schäfer und ich im Interview schon angesprochen, wie wichtig es ist, seine Ziele nicht nur in kleine Zwischenziele zu unterteilen, sondern sie auch zu visualisieren. Eva sagte „hilfreich ist es sich sein Ziel immer vor Augen zu führen. Das wir uns immer wieder sagen, wofür wir etwas tun.“ und ich habe in meiner Arbeit als Ernährungscoach auch die Erfahrung gemacht, dass genau das besonders bedeutend ist. Sich bildlich klar zu machen, was genau wir wollen und warum. Es ist nämlich genau so, wie Eva weiterführt: „wir können uns Bilder besser merken“.

Du weißt nun also, dass du dein Ziel aufschreiben und es dann visualisieren sollst. Aber wie genau funktioniert das? Einfach ein Blatt Papier nehmen, das Ziel aufschreiben und es sich dann vor dem inneren Auge vorstellen? Und zack, ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, es erfolgreich und zügig zu erreichen?

Naja, ganz so simpel ist es nicht. Deswegen möchte ich dir 6 Punkte, mit denen du dein Ziel Schritt für Schritt überprüfen und realisieren kannst, vorstellen.

 

In 6 Schritten zum Erfolg

  1. Positive Formulierung

    Einfach nur dein Ziel formulieren reicht nicht. Die Formulierung ist bedeutend und entscheidend. Achte darauf, keinerlei Negativität zu nutzen. Vermeide Worte wie „kein“, „nicht“ und Vergleiche.

    Du schreibst also nicht „ich möchte so schlank werden wie Anna“ oder „ich möchte nicht mehr so langsam laufen“ oder „ich will keine schlechte Körperhaltung mehr haben“, sondern „ich möchte Fett abnehmen“ oder „ich möchte schneller laufen“ oder „ich will meine Körperhaltung verbessern“.

    Eine positive Formulierung wird dir helfen, das Ziel zu etwas schönem, angenehmem, erstrebenswertem werden zu lassen.

    → Schnapp dir Zettel und Stift und schreib dein positiv formuliertes Ziel auf ✔

  2. Selbst erreichbar

    Ein Ziel muss selbst erreichbar sein. Sonst kann es kein Ziel sein! Äußerst wichtiger Punkt!

    Dinge wie „ich möchte mit meinem Partner endlich wieder richtig glücklich sein“ oder „ich möchte ein besseres Verhältnis zu meiner Mutter haben“, können keine Ziele sein! Das sind Wünsche, keine Ziele.

    Es sei denn, dein Partner oder deine Mutter hätten genau den selben Wunsch. Dann kann man diesen gemeinsamen Wunsch gemeinsam zum Ziel machen. Ist dem nicht so, wird die Abhängigkeit von anderen Personen vermutlich dazu führen, dass du scheitern wirst. Und das will wirklich niemand.

    Das heißt natürlich nicht, dass eine schlechte Beziehung (zu wem auch immer) aussichtslos ist und du das einfach so hinnehmen sollst. Natürlich kannst und solltest du immer an allen Situationen arbeiten, mit denen du unzufrieden bist. Wenn aber andere Menschen oder Faktoren beteiligt bist, wird das nur erfolgreich funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen.

    Das heißt: dein Ziel muss immer selbst erreichbar sein. Völlig unabhängig von allen äußeren Faktoren. Dass sich jedes Ziel auch auf das eigene Umfeld auswirken kann und wird, ist klar. Dazu kommen wir in Punkt 5.

    Fürs Erste ist aber entscheidend einfach zu überprüfen, ob dein Ziel tatsächlich von dir alleine erreicht werden kann. Wenn du beispielsweise eine Geschäftsidee, aber nicht das nötige Startkapital hast, sollte dein erstes Ziel nicht sein, die Geschäftsidee umzusetzen (wie auch, wenn du davon abhängig bist, dass dir z.B. jemand Geld leiht), sondern das Startkapital zu bekommen. Du willst einen Bekannten mit viel Einfluss fragen? Gut, dann setzt du dir als Ziel den bestmöglichen Eindruck bei ihm zu hinterlassen, wenn du ihn kontaktierst. Nicht mehr, nicht weniger.

    → dein aufgeschriebenes Ziel ist nicht selbst erreichbar? Dann streich es um und formuliere es neu, sodass es selbst erreichbar wird. Stimmt alles? Dann geht’s mit Schritt 3 weiter ✔

  3. spezifisch & messbar

    Eine larifari Formulierung, möge sie noch so positiv und selbst erreichbar sein, nutzt dir gar nichts. „Ich will abnehmen“ ist viel zu unkonkret, um wirklich angepackt und in die Tat umgesetzt werden zu können. Wie viel willst du abnehmen? Bis wann willst du wie viel abnehmen? Hast du ein bestimmtes Kleidungsstück, in das du wieder reinpassen willst? Willst du einen bestimmten Körperfettanteil erreichen? Was genau möchtest du?

    Um dein Ziel gleich visualisieren und später umsetzen zu können, brauchst du eine genaue Vorstellung. Wie soll man sich „ich möchte schneller laufen können“ gut vorstellen können? „ich möchte 10km in unter 60min laufen und mich dabei fit und leicht fühlen“ ist schon viel einfacher, oder?

    Spezifisch und messbar kann durch eine Maßangabe, ein Kleidungsstück, ein Datum, ein bestimmtes Gefühl, einen Ort oder ähnliches erreicht werden.

    → ändere deine Formulierung so, dass sie spezifisch & messbar wird ✔

  4. Ziel visualisieren

    Ein Zielbild wirkt motivierend. Du möchtest für die Hochzeit deiner besten Freundin in das wunderschöne, dunkelblaue Kleid passen? Perfekt, dann hast du ein positives, selbst erreichbares und spezifisches Ziel. Bis hierhin also alles richtig gemacht! Hast du ein Foto von dem Kleid? Dann kleb es mit auf den Zettel!

    Stell dir vor, der Tag der Hochzeit ist gekommen, du machst dich morgens fertig, ziehst das Kleid an, der Reißverschluss geht ganz leicht zu, du schaust an dir runter, fühlst dich wohl, gehst zum Spiegel und denkst einfach nur WOW. Keine Gedanken, dass du vielleicht doch was anderes anziehen musst oder es irgendwo nicht richtig sitzt. Du siehst umwerfend aus und fühlst dich auch genau so. Du hast dein Ziel erreicht.

    Du willst den Halbmarathon nächsten Frühling in unter 2 Stunden laufen? Und zwar mit diesem Gefühl, noch ewig weiter laufen zu können? Stell dir vor, wie es sich anfühlt die Ziellinie zu überlaufen, auf die Uhr zu schauen und 1:48h zu lesen. Und dich gleichzeitig zu fragen „wie, das wars schon?“. Du fühlst dich unglaublich fit, hast keinerlei Schmerzen, du bist zwar angestrengt, aber nicht total am Ende. Du hörst wie deine Freunde dich jubelnd empfangen, du spürst die Glücksgefühle und den Stolz es geschafft zu haben. Du hast dein Ziel erreicht.

    Wenn du dir diese Situation genau einprägst, kannst du dich immer wieder daran erinnern. Auch wenn die Motivation auf dem Weg zum Ziel mal nachlässt (völlig normal), kannst du so neuen Antrieb finden.

    → schließe deine Augen und stelle dir mit allen Sinnen vor, wie es sein wird, wenn du dein Ziel erreicht hast. Tauche in diesen Moment ein. Was hörst du? Wie fühlt es sich an? Riechst du irgendwas? Siehst du eine bestimmte Farbe? Wenn möglich klebe ein Foto mit auf den Zettel, male oder schreibe etwas zu diesen Gefühlen auf ✔

  5. Nebenwirkungen prüfen

    Was passiert in deinem Umfeld, wenn du dein Ziel erreichst oder auf dem Weg dorthin bist? Wie werden Familie, Freunde oder dein Chef darauf reagieren? Welche Konsequenzen kann dein Ziel für andere bedeuten? Wenn du auswandern willst, wird das beispielsweise die Konsequenz haben, dass du deine Familie seltener sehen wirst. Vielleicht ist deine Family deswegen nicht so begeistert von deiner Idee? Und du musst deinen Job kündigen, es steht also ein unangenehmes Gespräch mit dem Chef an. Und deinen Vermieter musst du auch kontaktieren. Und, und, und…

    Wenn du dir schon, bevor du es in die Welt hinausrufst, klar machst, welche Konsequenzen dein Ziel für deine Umwelt hat, wird es deutlich einfacher sein, damit gut umgehen zu können.

    Es ist okay, wenn nicht alle von deinem Ziel oder dem, was es bedeutet, begeistert sind. Natürlich sollst du niemanden absichtlich verletzen, aber das eigene Glück zu verfolgen bedeutet leider auch hin und wieder andere Menschen zu enttäuschen.

    Mach dir klar, was es für dich bedeuten kann. Und wie du damit umgehen wirst. Wie bringst du es deiner Familie möglichst schonend bei, dass du bald am anderen Ende der Welt lebst? Welchen Kompromiss kannst du finden, damit die Überbringung der „frohen Botschaft“ nicht zum Drama wird?

    Vielleicht sind die Nebenwirkungen ja sogar positiv? Auch das sollte bedacht werden.

    → prüfe jetzt alle Nebenwirkungen, die dein Ziel haben wird. Nimm dir ausreichend Zeit, um zu überlegen, wie weitreichend die Folgen deines Ziels sein können und wäge ab, was du tun kannst, damit die Konsequenzen für alle Beteiligten so angenehm wie möglich ausfallen ✔

  6. Start innerhalb von 24 Stunden

    Du kennst das sicher: „ab Montag starte ich mit der Diät“ oder die guten alten Neujahrsvorsätze.

    Weißt du, was bis Montag alles passieren kann? Wie du dich am Montag fühlst? Oder am 1. Januar? Warum startest du nicht einfach sofort? Die Wahrscheinlichkeit, dass du dann wirklich startest und dein Ziel auch wirklich erreichst, ist so viel höher, dass es unheimlich schade wäre, dieses Potential bis nächsten Montag oder zum neuen Jahr aufzuschieben.

    Wir Menschen prokrastinieren unheimlich gerne. Das tun wir übrigens alle. Dass Prokastination keinen Sinn macht und wir es trotzdem alle tun (selbst die Erfolgreichsten unter uns) beschreibt Tim Urban von wait but why hier in diesem herrlich erfrischendem Auftritt.

    Nutze die Energie, die jetzt in deiner Vision steckt!

    Was bedeutet das? Wenn du den Marathon laufen willst, aber gerade verletzt bist, kannst du natürlich nicht innerhalb der nächsten 24 Stunden loslaufen. Du kannst dich aber zum Beispiel schon anmelden. Oder einen geeigneten Marathon raussuchen. Oder einen Blog, einen Youtube Kanal mit Lauftipps finden. Oder dir ein Buch übers Marathon laufen bestellen.

    Wenn der erste Schritt getan ist, werden dir die Folgenden schon viel leichter fallen!

    → Starte sofort oder nimm dein Handy zur Hand und trage eine Erinnerung innerhalb der nächsten 24 Stunden ein, zum Beispiel für morgen früh nach dem Aufstehen „gesundes Frühstück zubereiten“, wenn dein Ziel ist, deine Ernährung zu optimieren ✔

 


 

In 6 Schritten zum Ziel. Ich hoffe du probierst es aus und berichtest mir vielleicht sogar von deinen Erfahrungen. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

 

Hast du noch Fragen? Unklarheiten? Ist es auf deinem Weg zum Ziel zwischendurch mal holprig? Weißt du nicht, was du tun sollst, um wieder einen Schritt weiter zu kommen? Ich freue mich über deine Nachricht oder einen Kommentar und bemühe mich alles zeitnah zu beantworten und dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen ♥

 

 

 

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